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2. Woodcockspanielwanderwoche
in Ramsau am Dachstein
im Zechmannhof
vom 7.-14. September 2008
Weil es 2007 in Ramsau und am Zechmannhof so schön war beschlossen auch 2008 mit einigen Leuten aus unserer Woodcockfamily und Freunden eine Wanderwoche hier zu verbringen. 21 Menschen und 23 Spaniels genossen diese Woche in vollen Zügen, schade dass nicht mehr "Woodcockerl" diese Gelegenheit zu einem Familientreffen wahrnahmen. Aber immerhin waren "Oma Fidschi" und "Opa Piper", ihre Töchter Evita und Elinor und deren Kinder Rosy und Fidelio dabei, also 3 Generationen. Eine 4. gibt's noch nicht! Mit dabei auch Elinor's Halbbruder "Buddy" väterlicherseits und einige Verwandte mütterlicherseits aus der Ö-Ring Familie. 2 "hochhaxerte" = hochbeinig für unsere deutschen Freunde - Spaniels (Welsh - und English Springer Spaniels) begleiteten uns auch.
Auf der Anreise war das Wetter noch etwas durchwachsen, ab Montag Nachmittag gab aber der Sommer wieder ordentlich Gas. Im "Schweiße unseres Angesichts" mussten wir die steirischen Almhütten "erobern". Herrliche Ausblicke und gutes Essen entschädigten uns aber für die Mühen. Einmal hat mich ein bergab gehender Wanderer gefragt: "Hat's unterwegs geregnet?" Meine Gegenfrage: "Na, warum?" Seine Antwort: "Weilst so nass bist am Kopf!!!" Trotz der Hitze sah ich einige Damen sogar mit roter Maske im Gesicht.))) Oder hatten die nur einen hochroten Kopf? Am Montag ging's zum Eingewöhnen auf die "Brandalm", da gibt's eine gute Jause (Brotzeit) und normalerweise eine herrliche Aussicht. Dieses Mal gab's nur die gute Jause, die Berge hatten sich hinter dunklen Wolken versteckt. Heiß war's trotzdem, es blieb aber trocken. Gehzeit hin und zurück ganz lockere 2 Stunden.
Dienstag war die "Ochsenalm" am Plan. Nach kurzer Anfahrt, in geordneter Kolonne, nichts mit wegfahren und nicht auf den Nächsten warten wie wir das an anderer Stelle heuer schon erlebt haben. Wenn ich der "Leitwolf" bin gibt's keine Hudler (Voreilige), da gibt es nur eine gemeinsame Abfahrt (trotz Ampeln und Kreuzungen) und Ankunft am Ziel. Da wird auch auf der Wanderstrecke auf die Nachzügler gewartet. War auch notwendig. Am Rückweg über den "Rittisbergrundweg" gab es einige "Wurzelwegpassagen" und die noch steil bergauf, da flogen die "Drachen" manchmal sehr tief und spuckten Feuer - war's deshalb so heiß? Patschnaß und müde kamen wir in Ramsau "Beach", nach etwa 4 1/2 Stunden Gehzeit, aber alle heil wieder an. Bei Wally Stocker's köstlichem Abendessen und etwas flüssiger Hefenahrung erholten sich aber alle sehr schnell, auch die " feuerspeienden Drachen" !
Mittwoch: 8 Uhr Frühstück, 10 Uhr Abfahrt vom Zechmannhof bei Traumwetter. Wanderplan: "Sonnenalm". Schon am Parkplatz brütende Hitze. Na wer nicht zeitig aus den Federn kommt muß in der größten Hitze gehen, eh klar! Für unsere Vierbeiner ein wahrer Genussweg, bei jeder Ecke neben dem Weg Badegelegenheit - Spanielseele was willst du mehr? Mir ging's nicht so gut. Bei dieser Hitze brannte die Sonne auf mein, mit Haaren nur spärlich bedecktes, Haupt und trieb mir den Schweiß in Strömen über dieses. Oben angekommen sah ich aus wie soeben, nicht abgetrocknet, aus der Dusche kommend! Keuchend grüßte ich den Wirt. Unser Dialog (mit Übersetzung): "Was kriag'stn ?" (Was bekommst du?) Meine Antwort: " Ka Luft!" (keine Luft). Er: "Dös siach I, I wüll wiss'n was trinkst" (Das sehe ich, ich will wissen was du trinkst!). Allgemeine Heiterkeit! Der Hüttenwirt, ein allseits bekannter Scherzbolzen, fragte auch den etwas korpulenten Peter Hammerl: "Ist deine Kühltruhe kaputt? " Warum? Fragte Peter. Des Wirten Antwort: "Weil'st dös ganze Bauchfleisch mittrag'st!" Das muss ich wohl nicht übersetzen?
Donnerstag, der "Harte" unter den Wandertagen dieser Woche. Spät, wie immer, kamen wir am Ausgangspunkt, dem Talschluß des Untertales, an. So gegen 11 Uhr Einstieg in einen ohne Gnade ständig bergauf führenden Weg, fast immer in der brennenden Sonne. Das Ziel der "Duisitzkarsee". Die Hunde hatten es leichter weil in sehr kurzen Abständen Quellen und Bächlein fast den ganzen Weg begleiten. Manche Hunde legten sich gleich ins Wasser, für uns Menschen war das leider nicht möglich. Und was an diesem Weg das Allergemeinste ist - der letzte Kilometer, wenn jeder schon am Zahnfleisch reitet - wird's noch steiler und heißer! Oben angekommen wird man durch den Blick auf eine herrliche Bergwelt aber reichlich beschenkt. Man stärkt sich an der Almhütte und freut sich über Gottes herrliche Welt und die schöne Steiermark.
Am Freitagmorgen sah es nicht so vielversprechend aus. Tiefliegender Morgennebel bei der Abfahrt. Kurz vor dem Parkplatz Riesachsee einige Regentropfen, noch immer bewölkt. Die ersten Schritte, noch etwas kühler, angenehm. Das währte aber nicht lange so. Petrus wollte dass wir schwitzen! Nach 2 Kehren des wieder steil bergan, aber gegen dem Vortag kürzeren Forstweg, kam wieder die Sonne mit aller Härte hervor. Einer Wendeltreppe gleich, ging's schnell an gewinnend, bergan. Schwitzend und keuchend, den Hunden beim baden zusehend, kämpften sich einige - auch ich - mühsam hinauf. Das Schönste war die ständig wechselnde herrliche Aussicht auf die Schladminger Tauern, wäre noch traumhafter gewesen wenn nur öfter ein Lufthauch unsere "Glühbirnen" abgekühlt hätte. Die drückende Schwüle dieses Tages zeigte schon den Wetterwechsel an, der auch noch am späten Nachmittag eintraf. Nach einem erfrischenden Lüftchen am Berg tauchten wir bergab in eine schwüle, einer Sauna gleichenden Hitze ein. Bergab war es fast noch schweißtreibender als bergauf. Samstag, 7 Uhr auf Wunsch der Hunde Tagwache, Gassigehen! Regenkleidung, Gummistiefel und mit den Hunden auf die Wiese gegenüber des Hauses. Für den Stadthund und den Stadtmenschen ein Traum. Hundert Schritte vom Haus weg ableinen, die Hunde können frei laufen, kein Mensch regt sich auf, die Hunde können sich lösen. Spanielparadies Zechmannhof! Was mach' ma bei dem Sch....wetter? Kein Problem, wir fahren zum "Bodensee"! Na, net dem in Vorarlberg, dem bei Haus im Ennstal. 7 km über Ramsau und Rössing fahrend nach Weißenbach bei Haus, die Ennstalbundesstrasse unterquerend, dann einige km bergauf auf einer Mautstrasse. Mit einer freundlichen Kassierin an der Mautstelle habe ich mit lustigen Worten (an guaten Schmäh wie man bei uns sagt) einen günstigen Gruppenpreis ausgehandelt, die Talente aus meinem, vor der Pensionierung ausgeübten Beruf, wurden wieder wach. Ankunft am Parkplatz, leichter Regen. Macht nichts, den Hunden ist es egal und wir haben die richtige Kleidung. Eine Runde um den Bodensee. Ein Teil der Gruppe auf bequemen Weg, einige "wurzelten" schon wieder nahe des Sees durch die Gegend. Leider war es da oben mit Essen nichts, alles besetzt. Kein Problem, dank unserer Wirtin Wally, meinem Handy und meiner Ortskenntnis hatten wir schnell ein schönes Gasthaus in Ramsau gefunden. Ein verregneter Tag war gerettet und wurde zum schönen Tag. Die Abendabschlusssitzung dauerte etwas länger um sich zu verabschieden. Es war eine traumhafte Woche, mit schönen aber anstrengenden Wanderungen zur Freude der Hunde und der Menschen, in traumhafter Gegend, in einem schönen Haus, bei guter Küche und lauter netten Leuten. Den Zechmannhof und die Familie Stocker können wir bestens empfehlen. Herzlichen Dank an Wally & Hansi und Birgit & Harry! Wir kommen im Mai 2009 mit der 2. bayr.-österr. Spanielwanderwoche und im September 2010 mit der 3. Woodcockwanderwoche wieder. Wir freuen uns schon drauf.
Franz & Christl Reisner
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