Empfehlungen beim Welpenkauf!

  • Kaufen sie keine Welpen in Tierhandlungen, sie kennen weder deren Herkunft, die Abstammung, die Elterntiere, noch sind ihnen Erbkrankheiten dieser bekannt. Als sog. Papiere gibt es meist nur einen, oft sogar manipulierten Impfpaß. Außerdem ist ein Großteil dieser Welpen bei der Abgabe noch zu jung und die artgerechte Haltung ist in Tierhandlungen nicht nur schwierig, sie ist meist unmöglich. Die Welpen sind in der Nacht überwiegend alleingelassen, tagsüber werden sie von vielen Menschen angegriffen und gestreichelt. Eine Tatsache die das verbreiten von Infektionskrankheiten geradezu herausfordert.

  • Kaufen sie keine Welpen von dubiosen Welpenverkäufern aus dem ehem. Ostblock. Meistens sind sie ebenfalls zu jung, kaum geimpft, nicht untersucht, häufig mit Erbkrankheiten behaftet und meist haben sie keine Ahnentafeln oder selbstverfaßte Papiere. Der Welpe wird dann meistens durch die Tierarztrechnung teuerer als er bei einem seriösen Züchter gekostet hätte.

  • Hunde aus FCI kontrollierter Zucht welche aus Österreich oder Deutschland stammen dürfen nicht über Tierhandlungen verkauft werden.

  • Lassen sie sich nicht im Urlaub von irgendwelchen dubiosen Leuten Welpen oder schon erwachsene Hunde aufschwatzen, sie ahnen nicht was sie da an Krankheiten einschleppen. Meist ist es falschverstandene Tierliebe die hier zu Hundeelend führt. Diese Hunde landen dann meist auch noch in bisher schon überfüllten Tierheimen. Sie importieren also auch noch Elend zum bestehenden.

  • Kaufen sie ihren Welpen bei seriösen Züchtern, sind sie aber auch dabei kritisch!

  • Wenn sie einen Welpen kaufen lassen sie sich nicht aufschwatzen, daß ein Welpe ohne Papiere (Ahnentafel) weniger kostet als einer mit Ahnentafel. Die Ahnentafel ist ein fester Bestandteil beim Welpenkauf. Ein Auto gibt es auch nicht ohne Typenschein.

  • Achten sie bei der Ahnentafel daß am Seitenanfang das Zeichen der FCI (Federation Cynologique Internationale) und des ÖKV (Österreichischer Kynologenverband) sowie der Hinweis auf den Österreichischen Jagdspanielklub draufsteht. Ebenso die Zuchtbuchnummer, die Tätowiernummer oder die Chipnummer. Bei Welpen aus angrenzenden der FCI angehörenden Rassehundevereinen verhält es sich den Bestimmungen des jeweiligen Landes ebenso.

  • Eine Ahnentafel ohne die obenerwähnten Attribute ist meist das Papier nicht wert auf dem es gedruckt ist.

  • Für die Zucht sind bei FCI Züchtern Untersuchungen bei beiden Elterntieren vor geschrieben. Es sind dies ein HD (Hüftdysplasie) Röntgen und eine Augenuntersuchung auf PRA und Kat. (Progressive Retina Atrophie (fortschreitende Netzhautdegeneration) Katarakt (Grauer Star). Die zuchtzulassenden Ergebnisse können sie den ZEB (Zucht- und Eintragungsbestimmungen) des ÖJSpK oder anderer der FCI angehörenden Rassehundevereine entnehmen. Seit August 2004 ist der PRA OPTIGEN Test in den ZEB des ÖJSpK anerkannt.

  • Seit einiger Zeit gibt es zur genaueren Bestimmung von PRA freien, PRA Genträgern und PRA befallenen English Cocker Spaniels einen PRA OPTIGEN Test .  Verantwortungsvolle Züchter führen diesen Test bei ihren Zuchttieren durch.

  • Mindest eines der beiden Elterntiere sollte mit dem PRA Optigen Testergebnis A1 befundet sein um eine Erblindung ihres Spaniels in späteren Jahren auszuschließen. Verlangen sie diesen Optigentestbericht auf jeden Fall, lassen sie sich davon nicht abbringen oder irgend etwas aufschwatzen warum dieser Test nicht notwendig wäre.

  • Lassen sie sich auch beim Welpenkauf bei einem Züchter auf jeden Fall die Mutter der Welpen, wenn noch vorhanden auch die Wurfgeschwister und die Welpenaufzuchtstätte  (Wurfkiste oder Welpenauslauf) zeigen. Sie können daraus viele Schlüsse ziehen.

  • Verlangen sie einen Kaufvertrag der mit allen Daten des Welpen, der Zuchtstätte, des Preises, einer event. Anzahlung, den Vertragsbedingen und von beiden Parteien unterschrieben ist.

  • Nur ein gültiger, ordnungsgemäß ausgefüllter Kaufvertrag schützt sie bei event. Problemen mit dem Verkäufer wenn es um Probleme der Produkthaftung geht. Ja sie lesen richtig, auch die gibt es bei Hunden in der EU.