Teil 1

Unsere Hunde:
Die ersten vier!


Unsere 1. Cockerhündin "Bessy von St.Pölten"

Vom Namen der Zuchtstätte und vom Rufnamen vom Züchter nicht sehr einfallsreich gewählt, aber Qualität, Wesen  und Klasse eines Hundes hängen nicht vom phantasievollen Namen ab wie manche glauben. Bessy war sehr guter Abstammung, der Züchter ihrer Mutter war der damals sehr bekannte Züchter Dr. Szkiba (Zuchtstätte "von Seelissen") der von Zucht sehr viel verstand. Wären alle Spaniels von heute noch so gesund und robust könnten wir glücklich sein.


Unsere 2. Hündin "Hazel" links, die 3. Hündin "Honey" rechts

Als unsere "Bessy" im März 1981 verstarb hielten wir es nicht lange ohne Hund aus. Die Tage ohne Spaniel waren furchtbar, es war so leer im Haus und einsam. Meine Frau telefonierte mit Gott und der Welt. Wo gibt es Welpen, wer hat einen Wurf? Es sollte auf jeden Fall wieder ein Cocker werden und nur aus ÖKV kontrollierter Zucht. Wir wurden fündig, Miss Charrington (Zuchtstätte "of Hilltop") in Rif bei Salzburg hatte noch eine 3 farbige Hündin frei. Ein Termin wurde vereinbart und noch am selben Tag fuhr die ganze Familie nach Rif. Die kleine "Hazel of Hilltop" war entzückend. Obwohl wir an eine Rote gewöhnt waren, wieder eine wollten aber keine bekamen, gefiel uns die erste "Bunte" ausgezeichnet. Meine Frau suchte jedes braune Fleckerl am Kopf und am Körper, es erinnerte sie an unsere Bessy. Die Kleine ging sofort auf uns zu, beschnupperte uns und anscheinend gefielen wir auch ihr, denn sie ging nimmer weg. Sie blieb 12 Jahre bei uns bis sie leider an Urämie verstarb.
Als wir unsere "Hazel" etwa 3 Jahre hatten, wir hatten mit Miss Charrington ständig Kontakt, gab es bei den "Hilltops" wieder einen Wurf. Wir wollten schon länger eine zweite Hündin um eine Situation wie nach dem Tod unserer "Bessy" nicht mehr zu erleben. Außerdem braucht ja ein Hund auch einen Spielkameraden. Wir sahen die Welpen schon mit wenigen Wochen, waren aber uns noch nicht klar welche Hündin. Dann kam die IHA in Tulln, Miss Charrington stellte aus wie immer und hatte auch einige Welpen mit. Meine Frau besuchte die Ausstellung, ich war daheim bei den Kindern und bei "Hazel". Auf einmal Dauergeläute am Telefon, meine Frau war dran. Natürlich war sie bei Miss Charrington und sah sich wieder die Welpen an. Sie sagte mir, daß Miss Charrington die kleine "Honey" mithätte und was sie machen soll. Ich sagte: Nimm sie mit! Worauf die Antwort kam: Ich hab nichts mit, komm herunter und nimm Geld mit. Außerdem will ich das nicht alleine entscheiden! Und ich? Schnell ins Auto, wie der Blitz nach Tulln, "Honey" gesehen, natürlich verliebt in sie und unser 3. Cockerspaniel
"Honeysuckle of Hilltop" ("Globetrotter of Hilltop x Corn Dolly") eine Orangeschimmelhündin gehörte uns. Sie hatte ein betörendes Wesen. Vom ersten Tag an schlief sie bei mir, raten sie wo? Dort wo die meisten Cocker schlafen, im Bett. Täglich machten wir unser gemeinsames Mittagsschläfchen, ja sie wartete schon darauf und wir lagen Wange an Wange auf der Couch. Sie lebte 12 1/2 Jahre bei uns, zuerst mit "Hazel", nach deren Tod mit "Jenny". Mit beiden Hunden vertrug sie sich sehr gut, sie war eben eine ganz Gute mit der Schönheit und dem guten Wesen der "Hilltops". Miss Charrington ist das in einmaliger Weise gelungen, sie züchtete einen eigenen Typ. Ja man erkennt an den schönen Köpfen noch heute die Cocker die Hilltop-Blut in ihren Adern haben. Nach dem Tod unser "Hazel" suchten wir wieder einen Cocker der zu uns und "Honey" paßt. Miss Charrington hatte zwar einen Wurf aber leider schon alle vergeben.  Frau Krainz, sie arbeite damals  bei Miss Charrington hatte einen Wurf aus einer sehr guten Paarung. Schon 2 Wochen nach der Geburt fuhren wir nach Rif Welpen anschauen. Es waren 2 sehr liebe Hündinnen, eine Blauschimmel und eine Orange-Weiße. Die Blauschimmelhündin wollte sie selbst behalten, die Orange- Weiße war frei. Für mich war klar was ich wollte, ich hatte schon immer eine Schwäche für die Orangenen. No, Na, war doch "Honey" mein besonderer Liebling. Aber da war noch unsere Tochter. Sie hatte "Hazel" ins Herz geschlossen und weinte bitterlich (auch wir) als wir sie verloren. Sie wollte unbedingt wieder eine Blauschimmelhündin. Woher nehmen wenn nicht stehlen? Als wir wieder einen Besuch in Rif machten um die Welpen zu besichtigen, inzwischen wäre auch die Blauschimmelhündin wieder frei gewesen, ließen wir die Welpen entscheiden wer zu uns will. Die Blaue würdigte uns mit keinem Blick, ja sie ignorierte uns sogar trotz bemühen meiner Tochter. Ganz anders die Orangene, sie kam auf mich zu, zupfte mein Schuhband auf und tat so als würde sie schon ewig zu uns gehören. Es ist die Orangene geworden, sie sich uns ausgesucht, sie wollte einfach zu uns. Unsere Tochter weinte fürchterlich vor Enttäuschung, als Trost schenkten wir ihr den Hund. "Karola's Glamour Girl" genannt "Jenny" wurde unsere 4. Hündin.

Ö.Vet.Ch."Jenny"
verstorben am 9.1.2006 im 14. Lebensjahr


am 1. Tag im neuen Heim

mit Frauerl Hannelore

Was zuerst mit Traurigkeit zur Kenntnis genommen wurde ist heute unzertrennlich, Hund und Tochter lieben sich sehr. Unsere Jenny läuft mir zwar auf Schritt und Tritt nach, geht jeden Tag mit mir spazieren und ist sehr auf mich fixiert. Aber nur in Abwesenheit unserer Tochter, kaum ist sie da bin schon abgemeldet und nur der 2.Wichtigste. Jenny hat im Laufe ihres Lebens, mittlerweile ist sie fast 11 Jahre schon einige Partnerhunde erlebt und überlebt. Sie ist Österreichischer Veteranenchampion geworden und noch immer ein temperamentvoller und lustiger Cocker, wenn auch manchmal etwas grantig wenn sie die Jüngeren ärgern. Nach dem Ableben unserer "Honey" suchten wir wieder eine Partnerin für "Jenny", sie fühlte sich sehr einsam und suchte den ganzen Tag nach "Honey".

Wie es weitergeht lesen sie im 2. Teil