Teil 2

 

Unsere Hunde:

Wie es weiterging! Die nächsten 4!

Um unserer armen "Jenny" wieder einen 2. Hund zu geben, ihre und unsere Trauer zu beenden suchten wir in der Welpenliste des ÖJSpK wer Welpen hat. Wenn möglich Orangeschimmel, das waren wir schon so gewöhnt, aber wie das Schicksal so will, es gab keine. Nach langem suchen und beraten beschlossen wir es wird ein Blauschimmel. Die Familie Raithofer in Groß Veitsch hatte 2 Würfe und immer schöne Welpen, wie wir von den Ausstellungen wußten. Angerufen und Termin ausgemacht war schnell. Am späten vormittag des 2.Jänner des Jahres 1995 fuhr die ganze Familie zu den Raithofer's Welpen anschauen und wenn es paßt mitnehmen. Es war viel Schnee und die Zufahrt zum Haus nicht ganz einfach aber wir kamen hin. Die Familie Raithofer zeigte uns einige Welpen aber keiner war so richtig nach unserem Geschmack bis ..., ja bis Hans Raithofer mit einer entzückenden Dunkelblauschimmelhündin kam. Ein wunderbares Wesen, gleich sehr anschmiegsam und die nicht mehr von uns wegwollte. Es war die berühmte Liebe auf den ersten Blick. Sie hieß "Raitis Quadia von der Hohen Veitsch" und wurde unser besonderer Liebling. Sie war der gutmütigste und liebevollste Cocker den wir je hatten. Eine wahre Seele von einem Hund, durch Nichts aus der Ruhe zu bringen, stets fröhlich und mit dem Schwanz wedelnd unterwegs. Diesen Hund brauchte man nie suchen, sie war einfach immer da. Sie verstand sich auch mit "Jenny" sehr gut, wie überhaupt mit allen Hunden und Menschen. Weil sie so lieb war nannten wir sie "Quaxi".


"Quaxi" unsere Liebste!

Die Besucher der LG Homepage www.noe-spaniel.at werden ihr Porträt  kennen, es ist auf der Einstiegseite und auf vielen Berichten als Hintergrundbild. Dieser ausdruckstarke Blick und ihr Kopf ist unvergleichlich.
Unsere zwei Cockermädchen waren natürlich überall dabei, in jedem Urlaub und auch sonst. Im Sommer 1998 waren wir mit Beiden in Knittelfeld beim Intensivausbildungskurs der LG Steiermark den Maria Luise Doppelreiter seit Jahren veranstaltet, ein Pflichttermin für Spanielfreunde. In der Mitte des Kurses gibt es immer einen Wandernachmittag. Wir fuhren zum Ingeringsee in der Nähe von Stift Seckau wandern. Für die anderen ein schöner Nachmittag, für uns sollte es mehr werden. Es wurde wieder einmal Schicksal gespielt. Als wir am Parkplatz ankamen und ausstiegen fiel mir eine junge dreifarbige Braunschimmelhündin auf. Sie saß am Kofferraumrand von Maria Luises Auto und sah heraus. Ich, bis dahin nicht unbedingt ein Braunschimmelfan, war fasziniert. Die Kleine war süß und schaute keck heraus. Ich fragte Maria Luise nach dem Namen und sie sagte sie heißt "Fidschi". Besser konnte ein Name zu diesem Hund nicht passen. Ich rief ihren Namen und wie der Blitz kam sie zu mir, setzte sich zwischen meine Füße und sah mich an. Ich nahm sie in die Höhe und sie schmuste mich ab. Sie hatte sich mich als neues Herrl ausgesucht. Es dauerte einige Tage bis ich Maria Luise überredet hatte mir diesen Hund zu geben. Am Ende dieser Woche war es soweit, unsere 3. Hündin "Fairy Tale vom Österreichring" fuhr mit uns nach Hause. 


"Fidschi"

Der Name paßte wie angegossen zu ihr, ein Wirbelwind in Person aber gleichzeitig liebevoll und ein Schmuser und ein ausgesprochener "Herrlhund". Mit "Quaxi" verstand sie sich prächtig, mit "Jenny" dauerte es- die ist etwas reservierter. Damals sprachen wir schon von Zucht und versprachen Maria Luise die Hündin zu decken, es wäre schade wenn solche Anlagen nicht weitergegeben würden. Es war aber nicht vorauszusehen, daß es unsere "Stamm-Mutter" der "Woodcocks" werden sollte. Wir waren zwar schon in Pension aber die Zeit war noch nicht gekommen um zu züchten.


unser 3er Gespann, "Quaxi","Jenny", "Fidschi"

Wir waren mit unserem 3er Gespann sehr glücklich, als Pensionisten hatten wir mehr Zeit uns mit ihnen zu beschäftigen und die Hunde dankten es mit Anhänglichkeit und Treue die leider nur bei Hunden so ausgeprägt ist. Von ihnen könnte der Mensch da sehr viel lernen! Leider sollte das Glück nicht so bleiben, unsere "Quaxi" erkrankte 1999 an Epilepsie. Eine furchtbare Krankheit für den Hund und auch schrecklich für die Besitzer. Man darf hier auch keine Schuldzuweisungen machen, auch wenn es eine erbliche Epilepsie war. Der Züchter hatte den Deckrüden importiert und in der langen Ahnenreihe war nie eine derartige Erkrankung. Wir machen auch Niemandem Vorwürfe, es war Schicksal. Der Züchter reagierte sehr verantwortungsbewußt und zog die notwendigen Konsequenzen daraus um weitere Vorfälle zu verhindern. Wir würden auch jederzeit wieder einen Hund bei ihm kaufen und können dies auch anderen empfehlen. Wir gingen von einem Tierarzt zum anderen, wir besorgten uns einschlägige Literatur um möglichst viel darüber zu wissen und vielleicht helfen zu können. Alles was rauskam war, diese Krankheit ist unheilbar, man kann nur lindern. Wir gaben alle Medikamente die uns von den Tierärzten empfohlen wurden, es schien auch besser zu werden. Aber dieser Zustand verschlechterte sich wieder, die Anfälle häuften sich im Herbst 2000. Nach 166 Anfällen insgesamt verstarb sie im November 2000 im Alter nur 5 Jahren und 2 Monaten. Den Tod dieser einzigartigen Hündin haben wir bis Heute nicht überwunden. Besucher dieser Seiten werden, wenn sie bei "Tiergesundheit" im Verzeichnis nachschauen (ich habe diese Seite von www.noe-spaniel.at übernommen die ich ebenfalls gestalte) finden sie eine Seite speziell über Epilepsie. Ich habe über diese Krankheit sehr viel zusammengetragen und will das an alle Hundeliebhaber weitergeben, vielleicht ist dadurch etwas zu verhindern.

In unserer Eigenschaft als Funktionäre des ÖJSpK wurden wir von unserem Tierarzt gebeten uns um einen in Not geratenen Cocker zu kümmern. Eine liebe kleine Hündin hatte nicht das Glück den richtigen Platz zu bekommen. Für seine Besitzer sei ein Stoffhund geeigneter als ein lebender, sie behaupten der Hund sei gestört, nach seinem Dafürhalten sind das eher die Besitzer. Wenn nicht bald etwas geschieht ist der Hund unwiederbringlich verdorben und leidet unnötig. Wir sollten den Hund wenn es geht herauskaufen.  Meine Frau trat mit dem Besitzer in Verbindung, wir hatten schon einen guten Platz für die Kleine aber der Besitzer weigerte sich den Hund in die unmittelbare Nachbarschaft hergeben um nicht als dumm dazustehen wenn diese Leute mit dem Hund besser zurechtkommen. Die Zeit drängte, wir mußten schnell eine Lösung suchen. Die Lösung war Karl Koppensteiner, ehemaliger LG Obmann von NÖ, ein Hundefreund erster Güte. Wir ersuchten Karl Koppensteiner den jungen Hund (4 Monate) scheinhalber zu kaufen und uns zu bringen, wir suchen dann einen geeigneten Platz. Dies geschah auch so. Die Kleine kam am Abend zu uns. Verschreckt, handscheu und auf  Zuruf verkroch sie sich. Uns war klar da wurden viele Fehler gemacht. Unsere lange Hundeerfahrung wird uns helfen wieder einen brauchbaren Hund daraus zu machen. Die kleine Rote war sehr süß und ein schöner Hund,  wir kannten  auch die Züchter. Wir riefen an um die Papiere zu bekommen, die Kleine ist gechippt und da kommen die Ahnentafeln etwas später. Nach einigen Tagen bei uns taute die kleine "Nessie" schon etwas auf. Die liebevolle Behandlung zeigte Wirkung, es war aber schon große Erfahrung notwendig daß dies gelang. Wir hatten auch schon einige gut Plätze für sie aber jetzt kommt der Haken. Durch unsere Fürsorge und unsere beiden anderen Hündinnen wurde die Bindung zu uns auch größer und Skrupel kamen auf die Kleine wieder abzugeben. Der langen Rede kurzer Sinn, unsere Tierliebe war stärker, "Laetitia Aura von Cislethanien", wir rufen sie "Nessie" blieb bei uns. Wir hatten wieder 3 Cocker. Unsere "Nessie" dankt uns jeden Tag mit großer Zuneigung und Anhänglichkeit, daß sie bei uns bleiben durfte. Wir sind auch froh, daß wir sie behielten. Sie erinnert uns an unsere erste rote Hündin, temperamentvoll und anhänglich wie diese. Ein ausgeprägter Jagdinstinkt und große Wasserfreude, eine typische Rote, der Urspaniel!


"Nessie"
"Laetitia Aura von Cislethanien"

2002 bei der Herbstläufigkeit von Fidschi wollten wir decken, es war schon an der Zeit. Die Hündin sollte nicht zu alt werden für ihren ersten Wurf, im Vorjahr hatte sie einen Wurf resorbiert und wir ließen eine Läufigkeit aus. Gerti Lukezic's "Lochdene Bagpiper" wurde als Vater unserer Welpen auserkoren und am 22. November war es soweit, "Fidschi" brachte eine Prachtwurf der an anderer Stelle beschrieben wird. Aber aus diesem Wurf kommt unser 4. Cockermädchen, eine aus eigener Zucht wie ich mir schon lange wünschte. Die kleine "Elinor" mit vollem Namen "Elinor of Woodcockforest" war schon 1 Minute nach ihrer Geburt (ich war Geburtshelfer)  in meiner Hosentasche. Sie hat mir dabei mitgeteilt wo sie hingehört: ZU MIR! Wieder hat einer unserer Hunde selbst ausgesucht wer sein neues Herrl sein soll. Ihre Mutter "Fidschi" tat es genau so!
Sie ist Cockerhündin Nr. 8  in unserer Familie! Wenn wir gesund bleiben und die Kleine sich gut entwickelt, was wir hoffen, bekommen wir auch von ihr einmal Welpen. Geplant wäre es, aber ob es in Erfüllung geht, weiß nur Gott allein. 


"Elinor of Woodcockforest"
mit 8 Wochen


"Elinor"
mit 2 1/2 Jahren

 

Dann waren's plötzlich 4!


Unsere "Woodcockbande",- Nessie, Jenny, Mama Fidschi mit Tochter Elinor

Für ihre Geschwister haben wir sehr gute Plätze gefunden.