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7. Dominante und rezessive Vererbung Die unterschiedlichen Gene, die ein Merkmal bestimmen, liegen in einer Art Wettstreit, welches von ihnen die Erscheinung des Hundes bestimmen darf und welches nicht. Dominante Gene sind die, die sich immer durchsetzen, unabhängig welchen Partner sie haben (leicht zu merken...); rezessive Gene sind die, die im verborgenen schlummern und sich erst zu erkennen geben, wenn kein über sie dominantes Gen ihr Partner ist! Ein reinerbig schokoladenbrauner Hund (bb) ist auch schokoladenbraun. Ein gemischterbig schwarz / schokoladenbrauner Hund (Bb) ist: schwarz! Schwarz ist dominant über braun. Und ein reinerbig schwarzer Hund (BB) ist ebenfalls rein schwarz. Bei der zweiten Mendelschen Regel, der Spaltungsregel (siehe Punkt 5), kommen nur zwei unterschiedliche Gruppen von Kindern heraus: schwarze und braune. Die schwarzen sind normalerweise in der Überzahl. Aber welche von ihnen reinerbig sind und welche nicht, weiß man nicht.
Beispiel für eine weitere
rezessive, "verborgene" Vererbung: (Erklärung: Die Augenkrankheit kommt bei verschiedenen Hunderassen unabhängig von einander unterschiedlich häufig vor. Die Hunde, die auf beiden Allelen das krankmachende Gen tragen, erblinden - aber meist erst in fortgeschrittenem Alter, was die Registrierung der Genträger - die Eltern und ev. vorhandene Kinder eines erblindeten Hundes - besonders schwer und die Bekämpfung der Krankheiten langwierig macht. Inzwischen gibt es eine DNA Analyse die eine züchterische Bekämpfung dieser schweren Krankheit bei einigen Spanielrassen möglich macht, so daß es in Zukunft praktisch keine Erblindungen mehr geben müßte, weil mit dieser Untersuchungsmethode sowohl PRA Gen Freie, PRA Gen Träger und PRA Gen Befallene mit 100 % Sicherheit ermittelt werden können. Beide Eltern eines erkrankten Hundes können selbst äußerlich völlig gesund sein, aber müssen trotzdem Genträger für die entsprechende Augenkrankheit sein. Die Krankheit tritt bei ihnen nicht auf, weil hier das Gen heterozygot vorliegt, symbolisch "Aa", und es sich rezessiv vererbt. Nur bei dem blinden Nachkommen liegt das Krankheitsgen homozygot vor, also "aa".
Für die Zucht
ist wichtig: Was noch hinzukommt bei mehreren Genträgern, die über die ganze Ahnentafel verteilt sind, ist die theoretische Möglichkeit, dass beide Eltern des Hundes Träger sein könnten und dass dann unter Umständen der Hund sogar erblinden könnte. Diese Gefahr besteht nicht, wenn nur auf einer Seite der Ahnentafel Träger sind, dann hat der Züchter des Hundes in weiser Voraussicht den richtigen Rüden zu seiner vorbelasteten Hündin genommen und dafür gesorgt, dass kein Ernstfall eintreten kann. Das gilt natürlich nur für den Fall, dass es keine böse Überraschung gibt und in der Ahnentafel des Rüden ebenfalls ein "neuer" Genträger bekannt würde. Das würde wieder alles ändern.
Nur
durch gute Zuchtstrategie und Untersuchung möglichst vieler Tiere können diese
Krankheiten weiter eingeschränkt werden. Hieran können wir erkennen, warum
Inzucht gefährlich werden kann. Wenn jemand in Betracht zieht auf Linie zu
züchten, darf er das aus eben diesem Grund nur mit genauer Kenntnis sämtlicher
näheren Verwandten eines Hundes tun.
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